Nutze die Jahresmitte für einen Strategie-Check
Halbjahres-Check effektiv nutzen
Die Jahresmitte ist für mich der perfekte Zeitpunkt für einen persönlichen Strategie-Check. Ich überprüfe, ob meine Ziele noch zu meinen Werten passen, welche Prioritäten sich verändert haben und wie ich das, was mir wichtig ist, mehr im Alltag lebe. Dabei hilft mir ein persönliches Visionboard – nicht als Wunschcollage, sondern als visueller Kompass mit konkreten Zielen und Vorhaben.
Vor einigen Monaten habe ich mein Visionboard erstellt. Wie jedes Jahr stand dabei nicht die Frage im Mittelpunkt: Was möchte ich alles erreichen? Sondern zunächst eine andere:
Haben sich meine Kernwerte geändert?
Denn bevor ich Ziele formuliere und Bilder auswähle, überprüfe ich jedes Jahr meine Werte. Sie sind mein innerer Kompass. Erst wenn ich weiß, was mir wirklich wichtig ist, überlege ich, wie ich diese Werte im Alltag stärker leben kann. Aus diesen Überlegungen entsteht schließlich meine konkreten Ziele und am Ende zur Visualisierung und als Erinnerungsstütze mein Visionboard.
Die wichtigste Arbeit beginnt jedoch erst danach
Ein Visionboard verändert nichts, wenn es nur irgendwo hängt und schön aussieht.
Seine Wirkung entfaltet es erst, wenn wir regelmäßig innehalten und uns fragen:
Lebe ich das, was mir vorgenommen habe?
Halbzeit statt Selbstkritik
Gerade zur Jahresmitte finde ich diese Reflexion besonders wertvoll. Nicht mit dem Blick auf verpasste Chancen oder unerledigte Ziele. Sondern mit der Frage:
- Welche meiner Vorhaben haben bereits ihren Platz im Alltag gefunden?
- Wo gerate ich immer wieder ins Stocken?
- Sind meine Ziele noch stimmig oder haben sich Prioritäten verändert?
Diese Art der Reflexion ist kein Zeichen von Unentschlossenheit. Im Gegenteil.
Sie ist Ausdruck von Selbstführung.
Denn wer regelmäßig überprüft, ob das eigene Handeln noch zu den persönlichen Werten passt, trifft bewusstere Entscheidungen – beruflich wie privat.
Warum gute Vorsätze im Alltag scheitern
meinen Workshops erlebe ich häufig, dass Menschen ihre Ziele durchaus kennen. Was fehlt, ist nicht Motivation, sondern eine alltagstaugliche Umsetzung.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Ziel und einer Gewohnheit.
Ein Ziel gibt die Richtung vor.
Gewohnheiten sorgen dafür, dass wir uns tatsächlich in diese Richtung bewegen.
Deshalb definiere ich für mich neben größeren Jahreszielen auch tägliche, wöchentliche und monatliche Ziele, die ich in Routinen integriere.
Warum kleine Gewohnheiten oft erfolgreicher sind
Trotzdem kenne ich das Problem nur zu gut. Sobald Routinen zu viel Zeit beanspruchen, verliert man sie im hektischen Alltag schnell aus den Augen. Genau deshalb hat mich der Ansatz der Tiny Habits von Dr. B. J. Fogg so überzeugt.
Die Idee ist ebenso einfach wie wirkungsvoll:
Je kleiner eine neue Gewohnheit ist, desto wahrscheinlicher wird sie auch an stressigen Tagen umgesetzt.
Dieses Prinzip nutze ich inzwischen ganz bewusst.
Meine Morgenroutine dauert in ihrer ausführlichen Version etwa zwanzig Minuten. Doch ich habe mir zusätzlich eine Mini-Version geschaffen. Wenn wenig Zeit ist, mache ich statt mehrerer Dehnübungen nur eine. Statt fünf bewussten Atemzügen auf der Terrasse mache ich einen. Statt einer längeren Reflexion halte ich für einen kurzen Moment inne.
Früher hätte ich gedacht: „Heute reicht die Zeit nicht.“
Heute denke ich: „Heute reicht die Zeit für die kleine Version.“
Und genau das macht den Unterschied. Denn Gewohnheiten entstehen durch Wiederholung – nicht durch Perfektion.
Für dich: Nutze einen Gewohnheitstracker zur Etablierung neuer Gewohnheiten
Nutze einen Gewohnheits-Tracker um neue Routinen zu entablieren und am Ball zu bleiben. Hier habe ich einen kostenlosen Download eines Wochen-Gewohnhiets-Trackers für dich. Du kannst auch wöchentliche und monatliche Tracker erstellen und nutzen.
Mein Impuls zur Jahresmitte
Vielleicht ist heute ein guter Moment, selbst kurz innezuhalten. Nicht mit der Frage: Habe ich schon genug erreicht?
Sondern mit diesen drei Fragen:
- Passen meine Ziele noch zu meinen Werten?
- Welche Gewohnheiten unterstützen mich bereits?
- Welche Routine könnte ich so klein machen, dass sie auch an einem stressigen Tag gelingt?
Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch immer größere Ziele. Sondern durch kleine Gewohnheiten, die unsere Werte jeden Tag ein Stück mehr sichtbar machen.
Wie ist mein persönlicher Halbjahres-Check ausgefallen?
Morgendroutine läuft super.
Abendroutine habe ich gekürzt.
Wochenziele erreiche ich größtenteils.
Monatsziele erreiche ich zu 100%.
Meine Werte
Meist bleiben meine Kern-Werte gleich, aber in Nuancen verändert sich doch oft etwas. So habe ich lange gebraucht den Wert Abenteuer überhaupt als solchen für mich wahrzunehmen.
Hinter jeden Wert können sich für unterschiedliche Menschen leicht verschiedene Unterwerte verstecken.
Für mich bedeutet:
Empathie
Selbstliebe, meine Kinder, Familie, Nächstenliebe, Ehrenamt, Freundlichkeit im Alltag, Hilfsbereitschaft
Abenteuer
Wagnisse eingehen, Challenges, Mut, Outdoor im Alltag, Sponatität, Verrückte Ideen
Anerkennung
Respekt, Würde, Ansehen, Lob, Wertschätzung, Achtung, Toleranz: für mich und andere!
Longevity
Gesundheit, Sport, Beweglichkeit, Outdoor, Anti-Stress Strategie, Sinn, Selbstfürsorge
Freiheit
Unabhängigkeit, ungebunden, eigenständig, eigenverantworlich, Selbstbestimmung
Meine Ziele & Gewohnheiten
Hier ein paar Eindrücke welche Ziele ich umgesetzt habe im ersten Halbjahr 2026.
Outdoor kochen – Interssante Austellungen – Lesungen – Ausbildung für das Ehrenamt Otter-Spotter – Silent Book Club ausprobieren – Online Fotokurs absolvieren – Vögel sammeln in der Merlin App – Spendenlauf The May 50K – Sylt in 3 Tagen umrunden – Grüner Ring Hannover in 2 Tagen mit 1 night tent Übernachtung – u.v.m.





